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LWL ließ Blindenlehrschwimmbecken verkommen

Nun haben wir die Antworten auf unsere Fragen

Absichtliche Vernachlässigung des Blindenlehrschwimmbeckens ins Soest?

Wesentlich weniger Investitionen getätigt als 2010 gefordert

Der LWL hat für das Lehrschwimmbecken tatsächlich nur ca. 16.000€ in den letzten 6 Jahren investiert, obwohl er 2010 noch der Meinung war, dass KURZFRISTIG mindestens 160.000 € für die Erhaltung des Lehrschwimmbeckens nötig seien (unter 1.4.2).

2010 wurde diese Behauptung allerdings noch als Argument für die damals bereits von der Verwaltung gewollte Schließung verwendet. Nachdem die Politik zur Schließung „nein“ gesagt hatte, wurde diese Position offensichtlich schnell wieder vergessen. Und um das jetzige Aus für das Lehrschwimmbecken mit Argumenten zu unterfüttern, wird dreister Weise behauptet, dass notwendige Sanierungen außer Verhältnis zur Nutzung ständen. Zwar sollen auch Mittel für das Lehrschwimmbecken aus dem Gesamtetat der Von-Vincke-Schule geflossen sein. Aber selbst wenn all das Geld für die Von-Vincke-Schule in den letzten sechs Jahren in das Lehrschwimmbecken geflossen wäre, läge man immer noch weit unter den damals kurzfristig geforderten 160.000€.

In unserem Bemühen um Inklusion haben wir ein Video zum Sozialabbau in geeigneter Form für Blinde und Sehbehinderte gefertigt. Weiter unten findet Ihr das Video ohne Synchronsprecher.

Gleiche Argumentationsschiene wie 2010

Und jetzt fängt man wieder mit derselben Argumentationsschiene von vorne an! Im Antwortschreiben an Herrn Lindner, Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Bildungseinrichtungen für Blinde und Sehbehinderte e.V. wird behauptet, dass in den nächsten Jahren voraussichtlich Instandhaltungsaufwendungen von 950.000€ notwendig seien. Und KURZFRISTIG seien davon 70.000€ erforderlich. Wenn man beim inzwischen bekannten Verhältnis von Aussage und Tatsache bleibt, dürften das dann wohl eher 95.000€ bzw. 7.000€ sein.

Auf die Anfrage der Linken, ob bauliche Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt werden könnten, erwidert die Verwaltung, dass 4 Sanierungsmaßnahmen (wiederum) KURZFRISTIG anständen. Es wird auf den Lebenszyklus von Gebäuden verwiesen und geäußert, dass dieser überschritten sei und dann kommt folgender Satz: „Nur der guten Wartung und den Investitionen in den vergangenen Jahren ist der Betrieb des Lehrschwimmbeckens zu verdanken.“ …. unfassbar!

Widerspruch damaliger Forderung zu Handlung

Wie kann es sein, dass 2010 noch 160.000€ kurzfristig für die Erhaltung des Lehrschwimmbeckens notwendig waren, in den letzten sechs Jahren aber gerade einmal ca.16.000€ für das Lehrschwimmbecken verwendet wurden?

Es sieht so aus, dass der LWL absichtlich das Lehrschwimmbecken hat verrotten lassen, um nun sagen zu können, dass ein Weiterbetrieb nicht mehr wirtschaftlich sei.

Am kommenden Dienstag findet der entscheidende Ausschuss um 10:30 Uhr im Plenarsaal des LWL, Freiherr-vom-Stein-Platz 1, statt. Wenn man das Landeshaus betritt, muss man nur geradeaus durch gehen. Die Sitzung ist öffentlich!

 

 

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