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Anfrage der LWL-PIRATEN zur Zusammenarbeit des LWL mit der Arbeitsgemeinschaft Kulturelle Teilhabe in Deutschland (BAG)

Im Jahre 2010 gründete sich in Marburg die erste „Kulturloge“. Idee dieser Loge ist es, Bürgerinnen und Bürgern, die nur über ein geringes Einkommen verfügen, einen kostenfreien Zugang zu kulturellen Veranstaltungen ihres Wohnortes zu ermöglichen. Nach dem Tafel-Prinzip stellen Kulturveranstalter dazu nicht verkaufte Tickets für Theater, Konzerte, Lesungen und andere kulturelle Veranstaltungen zur Verfügung, welche dann im persönlichen (Telefon-) Gespräch von Mitarbeitern an die KulturGäste vermittelt werden.

Auf diese Weise gelingt es einerseits leere Kulturplätze mit Besuchern zu füllen und andererseits vielen Menschen – die es sich aufgrund ihrer finanziellen Situation sonst nicht leisten könnten – eine lebbare und kostenfreie Möglichkeit zu bieten, am kulturellen und gesellschaftlichen Leben ihrer Stadt teilzunehmen.

Im Oktober 2011 gründete sich daher – beim 1. bundesweiten Arbeitstreffen von damals insgesamt 8 Vereinen in Berlin – die bundesweite Arbeitsgemeinschaft Kulturelle Teilhabe in Deutschland (BAG). Seitdem sind auch im Bereich des LWL einige solcher Initiativen gegründet worden, wie beispielsweise die Kulturpforte in Soest, das Kulturwerk Bad Oeynhausen, die Kultür Potsdam, KULTUR:live Siegen und den Kulturpott.Ruhr e.V. mit seiner Zentrale in Gelsenkirchen.

Der LWL ist Träger vieler kultureller Einrichtungen und unterstützt viele weitere. Wir fragen Sie daher:

  1. Besteht zwischen dem LWL Kulturdezernat und der BAG Kulturelle Teilhabe ein Austausch?
  2. Wird mit den genannten Initiativen insbesondere im Bereich Theatervorführungen und Konzerte zusammengearbeitet?
  3. Wäre es denkbar, auch eine Kontingentlösung für Ausstellungen und Museen mit diesen Initiativen zu etablieren, bzw. bestehen solche Lösungen bereits?
  4. Kann der LWL sich vorstellen, dort Initiative zu ergreifen wo es noch keine derartige Institution gibt?

// Quelle: http://kulturelleteilhabe.de/mitglieder/

 

Antwort der Kulturdezernentin Frau Dr. Barbara Rüschoff-Thale:

  1. Ja, es besteht enger Austausch zur BAG. Zur letzten Institutsleiterkonferenz wurde gerade die Kulturloge Ruhr eingeladen, um sich kurz zu schließen und gemeinsame Projekte ins Auge zu fassen.
  2. Ja, es werden eintrittsfreie Tage kommuniziert.
  3. Ja, Karten werden für Eröffnungsveranstaltungen zur Verfügung gestellt.
  4. Bei Eigenproduktionen ist dies durchaus möglich und wird auch durch geführt. Oft werden allerdings lediglich die Örtlichkeiten zur Verfügung gestellt, weswegen die Möglichkeiten einer Einflussnahme auf den Veranstalter begrenzt sind.

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