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LWL-Personalausschusssitzung

By piratclay

Bericht aus der Personalausschusssitzung des LWL vom 30.10.14

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Dies wird nun der erste Bericht aus dem Personalausschuss des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, dessen Mitglied ich seit einem Monat bin.

Am 30.10.2014 traf man sich im Zimmer Nr.003 im LWL-Gebäude in Münster. Man setzte sich auf zugewiesene Plätze. Meiner lag direkt gegenüber dem Ausschussvorsitzenden Herrn Wolfgang Diekmann von der CDU am anderen Ende des ovalen Sitzungstisches. Im Ausschuss sitzen außer den Politikern auch mehrere Mitglieder der einzelnen Abteilungen. Mit meiner Nachbarin, der Gleichstellungsbeauftragten des LWL, Frau Junker, nahm ich sogleich Kontakt auf. Rechts neben mir sitzt Herr Werner Sell von der Linken.

Herr Diekmann begrüßte uns und fing an, der Tagesordnung zu folgen. Erster größerer Punkt war das Beratungshaus Inklusion in Paderborn. Es geht um eine Anlaufstelle für Inklusion in der Stadt Paderborn. In Detmold soll auch ein solches Haus entstehen . Hier der Link auf die Vorlage mit weiteren Erläuterungen.

Einer der Mandatsträger der SPD-Fraktion fragte nach der geographischen Situation des Beratungshauses und ob nicht auch Lippe davon profitieren können. Dies wurde jedoch von einigen Vertretern des Ausschusses und auch vom Vorsitzenden verneint.

Der Fraktionsvorsitzende der SPD wies darauf hin, dass es diesbezüglich einen Steuerungskreis gebe, in dem man weiter auf dem Laufenden gehalten werde. Ebenfalls von der SPD wurde die Frage aufgeworfen, ob solch ein Beratungshaus auch für Ballungsräume vorgesehen sei. Dies wurde jedoch zunächst noch verneint. Im Moment sei man mit dem Haus in Paderborn ausgefüllt.

Nun folgte ein mündlicher Bericht von Frau Westers über die Übernahme von Aufgaben der ehemaligen Versorgungsverwaltung, soziales Entschädigungsrecht. Der Bericht sollte eigentlich zeitnah an uns geschickt werden, was allerdings noch nicht erfolgt ist.

2008 gab es 216 Stellen hinter denen 200 behinderte Menschen standen. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe stellte vorausschauend weniger Menschen ein, als er hätte können, um so besser für die folgenden Jahre vorbereitet zu sein. Dennoch ist es wohl so, dass lediglich 100 von 120 Angestellten anerkennungsfähig seien. Diese sollen jedoch alle gerettet werden.

Nun kam der Tagesordnungspunkt 6, der Bericht zum Demographie-Projekt, ebenfalls von Frau Westers vorgetragen. Hier der Link auf die Tagesordnung . Auch dieser Bericht sollte uns eigentlich zur Verfügung gestellt werden. Frau Westers ging darauf ein, dass in der Zukunft neue Möglichkeiten der interkommunale Zusammenarbeit nach dem GFG entständen. Zur Demographie führte sie aus, dass die meisten Angestellten im LWL heutzutage zwischen 50 und 55 Jahre alt seien. Das bedeutet, dass in den kommenden Jahren viele Ausstiege erfolgen würden. Dies wird den LWL besonders zwischen 2018 und 2022 treffen. Diese Ausstiege seien zudem nicht durch eigene Ausbildung mehr auffangbar.

Anschließend ging Frau Westers auf das Anforderungsprofil von Führungskräften und das Auswahlverfahren ein. Der LWL verfolge eine gezielte Nachwuchskräfteförderung, welche als kleine Elitenförderung versucht wurde. Diese bestand in der Einrichtung einer Konkurrenzsituation, welche die jeweils besten Kräften hervor bringen sollte. Davon sei man inzwischen aber wieder abgekommen, da dieses Vorgehen offensichtlich zu einer Frustrationssituation bei allen Beteiligten geführt habe. Stattdessen würden nun alle Kräfte nach Fähigkeiten gefördert. Dies bezeichnete sie als “breit angelegte systematische Nachwuchsförderung”. Was das genau bedeutet, blieb offen. Als nächstes war das Gesundheitsmanagement und die psychische Belastung Thema im Personalausschuss. Arbeitszeitorganisation und Arbeitszeitflexibilisierung waren die Stichworte. Beim LWL wird ein Arbeitszeitkonto auf bis zu 240 Stunden eingerichtet. Dies wurde von einigen Ausschussmitgliedern der SPD kritisch gesehen, da man angeblich von dieser flexiblen Arbeitszeitregelung wieder weg gehe, da die Beschäftigten es oft nicht schafften ihr Arbeitszeitkonto aufzubrauchen.

Wissensmanagement wurde dann angerissen. Gerade, weil so viele ältere Mitarbeiter ausschieden, müsste man sich um die Erhaltung des angesammelten Wissens dieser Angestellten bemühen. Es soll ein Wissenspool im LWL entstehen, auf den dann von neuen Mitarbeitern zugegriffen werden kann.

Ich gehe davon aus, dass der Ausschuss noch interessant werden wird und freue mich auf zukünftige Sitzungen.

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